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33. Personal Branding – In 4 Schritten zu deiner Personen-Marke

Personal Branding ist eine Kunst, die dich sowie deine Fähigkeiten und Kompetenzen für andere Menschen in einem beruflichen oder geschäftlichen Kontext sichtbar werden lässt.

Deine “Personen-Marke” soll das, was du bei anderen über dich aktiv in den Fokus rücken möchtest, bei diesen Zielpersonen verankern. Im heutigen digitalen Zeitalter mit all den Möglichkeiten, sich in den Social-Media-Netzwerken darzustellen, ist es wichtig geworden, die eigene Personal Brand, also deine Personen-Marke, zu managen – ganz gleich, ob du angehender Entrepreneur, Jobsuchender oder Angestellter in einem Unternehmen mit dem Wunsch nach mehr Sichtbarkeit bist.

Du hast sicherlich schon den Hype um dieses Thema bemerkt, und vermutlich hörst du dir auch gerade deshalb diese Folge an: Im Internet, auf den Social Media und in den bekannten Business-Netzwerken wie XING oder LinkedIn wird derzeit viel zu diesem Thema angeboten. Doch vielleicht fragst du dich, ob Personal Branding auch etwas für dich ist. Ist das nicht eher etwas für Personen der Öffentlichkeit oder Stars wie Heidi Klum, Barack Obama oder Richard Branson? Ich verstehe deine Frage sehr gut! Wenn du dich in den Medien umschaust, wirkt es so, als ob vor allem Promis, Politiker und Influencer das Personal Branding anwenden. Doch das wäre, ehrlich gesagt, zu kurz gedacht, denn:

  1. Auch sie haben meistens durch ihre Fähigkeiten, Leistungen und Geschick eine Personal Brand aufgebaut. Auch sie waren nicht von Tag 1 an so bekannt, wie sie es heute sind.
  2. Im digitalen Zeitalter bietet Personal Branding uns allen die Option, das eigene Expertenwissen mit großer Reichweite und relativ professionell zu vermarkten und sich damit auf einem bestimmten Fachgebiet oder zu einem Thema zu profilieren. Als sehr aktuelles Beispiel lässt sich der NDR-Podcast „Corona-Update“ des Berliner Virologen Christian Drosten anführen, der gerade den renommierten Grimme Online Award gewonnen hat. Christian Drosten war bislang sicherlich nur in Fachkreisen als führender Virologe in der SARC-Forschung bekannt – heute ist er dem breiten Publikum bekannt … und für manche schon fast ein Star!

Es lohnt sich also, im digitalen Zeitalter aktiv an seiner Personal Brand zu arbeiten; ich zeige dir heute, was du dabei zu beachten hast. Doch bevor ich dir die konkreten Schritte mitgebe, lass uns einmal genauer anschauen, was Personal Branding eigentlich so alles umfasst.

Wie du ja weißt, bedeutet Personal Branding die öffentliche Markenbildung und -führung rund um einen Menschen mit einer handfesten Story. Also ähnlich wie Unternehmen ihre Marke aufbauen, mit der wir etwas verbinden, so lässt sich das auch auf Menschen anwenden.

Zum Beispiel verbinden die Fans der Marke Apple mit den Geräten von Apple leichte Bedienbarkeit, schönes Design, Innovation und einfach Nutzungs-Freude. Also die Marke umgibt der Mythos, ständig etwas Neues zu kreieren, weshalb viele Kreative auch Apple-Fans sind. Diese Assoziation basiert auf einer smarten Marketing-Strategie, guten Produkten und vor allem auf der Persönlichkeit von Steve Jobs, auch wenn dieser 2011 verstorben ist.

Was war die Personal Brand von Steve Jobs für die breite Öffentlichkeit? Kernelemente waren sicher: Perfektionismus, schwarzer Rollkragen-Pullover, Jeans und Turnschuhe sowie die ihm eigene Art, neue Apple-Produkte höchstpersönlich live vorzustellen.

Personal Branding verfolgt also ein bestimmtes Konzept, um eine Person auf eine bestimmte Art und Weise darzustellen und mithilfe von verschiedenen “Marketing-Aktivitäten” sichtbar zu machen. Die Personen-Marke ist dabei eng mit den Werten, der Persönlichkeit sowie den Kompetenzen und Fähigkeiten des Menschen verknüpft. Die Elemente müssen dabei eine Kontinuität und klare Fokussierung aufweisen, um den Markenkern konsistent zu halten und die Wiedererkennbarkeit sicherzustellen – das ist quasi die handfeste Story.  Was heißt das nun für dich? Wie kannst du aus Personal Branding deinen individuellen Mehrwert ziehen?

Beim Aufbau deiner Personen-Marke werden dir meine 4 Schritte helfen:

Schritt 1: Mach’ dir deine Positionierung und dein Ziel klar!

Voraussetzung für ein erfolgreiches Personal Branding sind aus meiner Sicht zunächst einmal Klarheit und Authentizität: Du brauchst Klarheit bezüglich deiner aktuellen Position und Positionierung – also wo und wofür stehst du heute? Du brauchst Klarheit im Hinblick auf dein Ziel: Wo willst du hin? Und du brauchst Klarheit in Bezug auf deine Motivation hinter deinem Ziel: Warum willst du deine Zeit in den Aufbau deiner Marke investieren?  

Mit Klarheit meine ich: Wofür möchtest du stehen? Diese Frage hängt natürlich eng mit der Frage zusammen: Welches Wissen und welche Fähigkeiten willst du sichtbar machen?

Welche Werte verkörperst du? Klarheit in diesen – zugegebenermaßen nicht einfachen! – Fragen zu bekommen wird dir helfen, unabhängig von äußeren Einflüssen zu werden, z. B. dich nicht mit anderen zu vergleichen. Deine Personen-Marke soll ja dich mit deiner Persönlichkeit, deinen Werten, Fähigkeiten und Kompetenzen verkörpern, denn du willst ja nicht als jemandes Kopie herumlaufen. Richte also deinen Fokus auf dich selbst.

Bevor du also mit irgendwelchen Social-Media-Aktivitäten startest, beschäftige dich mit deiner Positionierung und deinem Ziel.

Schritt 2: Designe ein Angebot für deine Zielgruppe!

Während sich der erste Schritt vor allem mit deiner Positionierung und deinen Werten beschäftigt, geht es im zweiten Schritt konkret um deine Kompetenzen und Fähigkeiten – also um deine Stärken.

Frage dich hier: Was kannst du besonders gut? Was machst du gerne? Mit welchem Thema möchtest du sichtbar werden? Worin bist du Experte? Es geht also darum, deine Fähigkeiten und Kompetenzen mit deiner möglichen Wunschrolle in Verbindung zu bringen.

Auf den Punkt gebracht: Was ist dein (Wissens-)Angebot für deine Zielgruppe?

  • Bist du beispielweise Experte im Bereich UX/UI und möchtest gerne dein Wissen z. B. über einen eigenen YouTube-Channel oder eine XING-Gruppe teilen?
  • Bist du jemand, der seinen Job wechseln möchte und der viel Expertise im Bereich Agile & Change mitbringt? Vielleicht kannst du dich – neben dem Weg der aktiven klassischen Bewerbung – z. B. durch einen eigenen Podcast zum Thema „Agile“ oder mit entsprechenden Fachbeiträgen auf den Business-Netzwerken XING und LinkedIn für potenzielle Recruiter sichtbar machen?
  • Bist du Angestellte im Unternehmen und kennst dich super mit dem Thema “Produktivitätstechniken” aus? Vielleicht ist das ein Thema, das im Unternehmen aktuell durch extern eingekaufte Dienstleister vermittelt wird. Möglicherweise überlegst du daher, dem Verantwortlichen in deinem Unternehmen deine diesbezüglichen Fähigkeiten zu vermitteln und vielleicht selbst interne Workshops zum Thema anzubieten?

Werde also bezüglich deines Angebots klar – und das so konkret wie möglich!

Frag’ dich dann, wer deine Zielgruppe ist: Also für wen machst du das? Wer hat Interesse an deinen Inhalten? Welches Problem löst und welchen Mehrwert bietest du?

Diese Fragen stellen sich viele Menschen nicht, da sie bereits zu verliebt in ihr Thema sind oder Angst vor Ablehnung haben. Doch stell’ dir bitte die Zielgruppen-Frage und bring’ sie ehrlich mit deinem Angebot zusammen.

Hier einige Impulse in Richtung der Frage, wer als Zielgruppe deines Personal Branding in Frage kommen kann:

  • Für Jobwechsler sind die Zielgruppe sicherlich Recruiter oder Hiring-Manager in Unternehmen.
  • Für Unternehmer sind die Zielgruppen die potenziellen Käufer des Produkts bzw. der Dienstleistung oder Vertriebspartner. Wer ist der Kunde? Wenn keiner dein Produkt oder Service kauft, hast du kein Business, sondern betreibst ein Hobby.
  • Für Angestellte, die unternehmensintern weiterkommen wollen, bilden die Zielgruppe je nach Thema HR, Abteilungsleiter, Geschäftsführer etc. Hier kann es hilfreich sein, eine Stakeholder-Matrix zu machen.

Jetzt denkst du vielleicht: “Ich hab’ keine Ahnung, wer meine Zielgruppe ist!”

Die wenigsten kennen ihre Zielgruppe am Anfang, doch triff Annahmen und versuche, mehr über deine potenzielle Zielgruppe zu erfahren, indem du Leute befragst, dein Thema mit vielen Menschen besprichst und zuhörst, was für Impulse kommen.

Schritt 3: Zeig’ dich deiner Zielgruppe!

Wenn du erste Annahmen zu deiner Zielgruppe getroffen hast, musst du überlegen, wie du deine Zielgruppe am besten erreichen kannst. Also welche Kommunikationskanäle nutzt sie? Findest du deine Zielgruppe eher auf Twitter, LinkedIn oder Instagram? Oder geht es eher um Events und persönliche Meetups? Kannst du interne Meetings, Yammer-Gruppen oder Ähnliches für dein Vorhaben nutzen? Falls du es nicht weißt, recherchiere und frage deine Zielgruppe!

Schritt 4: Erstelle einen Vermarktungsplan!

Wenn du das alles klar hast, geht es im nächsten Schritt um die Erstellung deines konkreten Vermarktungsplans, den ich hier nur kurz anreißen werde. Folgende Punkte möchte ich dir aber auf jeden Fall mitgeben:

  • Sei du selbst! Also schau’ dir zu Beginn einmal die „Konkurrenz“ an, mach’ dir einen Eindruck … und konzentriere dich danach auf dich! Es geht um dich, deine Persönlichkeit und Werte – und nicht darum, die zweite Heidi Klum zu werden; die gibt es schon, und du bist selbst einmalig!
  • Fokussiere dich: Wenn deine Zielgruppe z. B. auf LinkedIn und Instagram aktiv ist, starte zunächst mit nur einem Kanal. Überfordere dich also nicht direkt zu Anfang, sondern lerne, zunächst einen Kanal – den für deine Zielgruppe wichtigsten – zu verstehen und zu beherrschen.
  • Poste für deine Zielgruppe relevanten und wertvollen sowie für dich authentischen Inhalt – denn Content ist immer King!
  • Halte dich bei der Aufbereitung deiner Inhalte an die Gepflogenheiten der einzelnen Kanäle: Also wie postet man auf Facebook, LinkedIn etc., welche Sprachtonalität herrscht dort vor?
  • Überlege dir, wie viel Zeit du in den Aufbau deiner Personal Brand investieren willst und kannst: Wenn du nur 2 Stunden pro Woche hast, dann ist das so – aber wende diese Zeit dann auch regelmäßig dafür auf.
 

Ich fasse noch einmal die zentralen Aussagen zum Thema „Personal Branding“ zusammen.

  • Personal Branding lohnt sich für uns alle, denn es ist eine wunderbare Möglichkeit, dich mit deinen Werten, Stärken, Fähigkeiten und Kompetenzen auf dem Markt sichtbar zu machen, egal ob du Promi, Jobwechsler, Experte, Unternehmer etc. bist.
  • 4 Schritte sind zum Aufbau einer Personen-Marke aus meiner Sicht unabdingbar.
 

Schritt 1: Mach’ dir deine Positionierung und dein Ziel klar!

Schritt 2: Designe ein Angebot für deine Zielgruppe!

Schritt 3: Zeig’ dich deiner Zielgruppe!

Schritt 4: Erstelle einen Vermarktungsplan!

Möchtest du jetzt schon mit dem Aufbau deiner Personal Brand starten und brauchst dabei Unterstützung? Dann vereinbare ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch mit mir.

 

Lass es dir gut gehen und bis bald!

 

Svenja

 


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