Share on facebook
Share on email

Spreu oder Weizen? Wie du für deine Karriere- und Lebens-Themen den richtigen Coach findest

Heute möchte ich eine Frage aufgreifen, die mir in letzter Zeit immer häufiger von Klienten, Freunden und Bekannten gestellt wird: 

  • Wie finde ich den „richtigen“ Coach für meine Karriere- und Lebens-Themen? 
  • Wie kann ich seriöse Coaches von unseriösen Coaches unterscheiden, wenn ich sehr persönliche Themen wie z. B. Karrierewechsel, Konflikte mit Vorgesetzten, allgemeine Lebensfragen oder Beziehungsthemen besprechen möchte?
  • Kurzum: Wie trenne ich die Spreu vom Weizen?

Es ist verständlich, dass der Coaching-Markt für Außenstehende recht schwer überschaubar erscheint – faktisch ist er das auch:  Denn da gibt es die schier unerschöpfliche Vielfalt an Coaching-Spezialisierungen: Es gibt Life Coaches, Business Coaches, Vision Coaches, Spiritual Coaches, Psychologische Berater, Lebensberater, Motivations-Speaker und und und … den Wortneuschöpfungen sind hier fast keine Grenzen gesetzt.

Laut einer Marktstudie gibt es ca. 10.000 Coaches in Deutschland – vermutlich sogar wesentlich mehr, allein durch das Wachstum des Online-Coaching-Marktes in den letzten Jahren. Ein neuer Trend sind z. B. die so genannten „Instagram-Coaches“, die sich vor allem auf eine junge Zielgruppe spezialisieren. 

Dazu kommt, dass der Coaching-Beruf nicht geschützt ist, es keine staatlich anerkannte Ausbildung gibt und auch keinen wirklich offiziellen und übergreifenden Bundesverband, der bestimmte Qualitätsstandards sichert. 

Übersetzt heißt das: Praktisch jede*r kann sich Coach nennen, die/der es möchte. Einerseits entsteht dadurch eine bunte Angebotsvielfalt, da es keine Eintrittsbarrieren gibt, andererseits liegt genau darin die Gefahr: Wie kannst du für deine Themen – egal, ob es um Karriere oder Life Coaching geht – in diesem Dickicht den richtigen Coach für dich finden?

Ich habe heute 5 Tipps, die ich als Coach dir bei deiner Suche nach dem richtigen Coach mitgeben möchte:

Tipp #1: Angebot eines kostenlosen und unverbindlichen Vorgesprächs

Nicht jeder Coach macht es, doch meinem Empfinden nach sagt das eine Menge aus … Warum? 

  • Das Angebot eines Vorgesprächs ist eine tolle Möglichkeit für den möglichen Coachee, den Coach kennenzulernen, Fragen zu stellen, das Expertenwissen des Coachs zu prüfen und ein Gefühl für den Menschen zu entwickeln, mit dem du vielleicht zukünftig an deinen oft sehr persönlichen Themen arbeiten wirst. Daher ist es aus meiner Sicht absolut notwendig, dass das Vorgespräch bzw. erste Gespräch unbedingt kostenlos und unverbindlich zu sein hat. 
    • Auch Angebote, dass das Vorgespräch doch kostet und dann im Falle eines regulären Coaching-Auftrags auf das Coaching-Honorar im Nachhinein angerechnet wird, ist aus meiner Sicht nicht wirklich fair – denn entweder siehst Du dich dadurch genötigt, im Anschluss doch ein reguläres Coaching zu machen, um durch Anrechnung diese Vorgesprächs-Kosten wieder reinzuholen (egal, wie gut du den Coach findest). Damit wäre das Marketingziel des Coachs erreicht, den Interessenten zu akquirieren. Oder aber du entscheidest dich gegen den Coach – dann aber hast Du Geld für ein Vorgespräch umsonst ausgegeben. Zum Vergleich: Ein Autoverkäufer verlangt ja auch kein Geld für seine Beratungsgespräche, denn er hofft ja darauf, mit dir vielleicht später ins Geschäft zu kommen! 
    • Das Vorgespräch sollte ca. 15-30 Minuten dauern und ist ein Kennenlern- und fachliches Einordnungsgespräch. 
  • Das Gespräch muss nicht persönlich erfolgen. Es kann auch telefonisch oder per Videokonferenz geschehen.
  • Falls das Angebot eines Vorgesprächs nicht transparent z. B. aus der Website des Coachs hervorgeht, einfach nachfragen.
  • Das bringt mich zu einem weiteren Punkt: Hat der Coach eine Website, auf welcher er zu sich und seinem Angebot ausführlich und präzise informiert samt Impressum und Datenschutzerklärung?

Tipp #2: Punkte, die ein Coach im Vorgespräch ansprechen sollte.

Inhalte des Vorgesprächs sollten sein:

  • Scope und Umfang der möglichen Zusammenarbeit, d. h. deines Themas. Das ist auch wichtig, um hier herauszufinden, ob nicht ein anderer Coach für dich möglicherweise besser geeignet wäre. Daher solltest du im Vorgespräch auch Fragen zur Expertise des Coaches stellen: Auf welche praktischen Erfahrungen im Bereich XY kann der Coach verweisen? 
  • Ist dein Thema überhaupt „coachable“, d. h. werden dir die Interventionstechniken und Tools im Coaching wirklich helfen können oder wärst Du z. B. bei einem Psychotherapeuten besser aufgehoben? Hier sollte eine Aufklärung zum Unterschied zwischen Psychotherapie und Coaching erfolgen. Manche Themen sind nämlich nicht coachable, sondern benötigen die Unterstützung durch einen Psychotherapeuten. Das sollte ein Coach mit euch besprechen.
  • Preisliche Konditionen und geschätzter Zeitaufwand: Du solltest nach der Stunde wissen, was eine Coaching-Stunde kostet, wie viele Sitzungen schätzungsweise anfallen; wie lange eine Sitzung geht; wie ihr zusammenarbeitet (online oder persönlich).
  • Idealerweise bekommst du nach dem Gespräch noch einmal alle wichtigen Punkte, die du für eine Entscheidung benötigst, schriftlich zugemailt oder ausgehändigt.

Tipp#3: Wie du prüfen kannst, ob der Coach für dein Thema der richtige Coach ist.


DEIN FEEDBACK

Ich freue mich immer, wenn Du Dein Feedback mit mir teilst.  

DANKE VON HERZEN!

Wenn Dir der Podcast „Happy Job, Happy Life“ gefällt, freue ich mich, wenn Du diesen auf iTunes oder Spotify abonnierst. Danke für Deinen Support!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.