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32. 4 Dinge, die du von erfolgreichen Menschen für dein Leben und deine Karriere lernen kannst!

Was heißt heutzutage Erfolg? Das ist sicherlich ganz individuell, jeder soll für sich definieren, was sie oder er unter „Erfolg“ verstehen.Bei einem Punkt gibt es jedoch zumeist Konsens: Erfolg heißt doch, seine Ziele zu erreichen. (Ob es immer die „richtigen“ Ziele sind, sei einmal dahingestellt.) In der Regel werden Leute immer dann von sich sagen, sie seien erfolgreich, wenn sie die sich selbst gesteckten Ziele nachweisbar für sich und andere erreicht haben.

Zur Erreichung von Zielen kann man heute auf dem Markt aus einem breiten Angebot an Produktivitäts-Tools und Zeitmanagement-Ansätzen in allen Formen wählen, seien es Ratgeber, Selbstmanagement-Tagebücher, Kalender, Apps oder sonstige Angebote im Internet und auf Social Media: Sie alle wollen uns zeigen, wie wir unsere Zeit möglichst effizient und effektiv managen können, also unsere Ziele erreichen, um dann eben erfolgreich zu sein. Die Bandbreite an Ansätzen und Angeboten ist dabei schier endlos, und das Thema ist eigentlich auch nicht wirklich neu: So habt Ihr vielleicht z. B. schon von David Allens Methode „Getting Things Done,“ der „Pomodoro-Technik“ von Francesco Cirillo oder der „Eisenhower-Matrix“ des ehemaligen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower gehört.

Definitiv: Erfolg, Produktivität und Selbstmanagement bilden ein Narrativ unserer modernen, effizient-orientierten Zeit.

Ich selbst beschäftige mich schon sehr lange mit solchen „Selbstoptimierungs-Ansätzen“ und sehe mich als eine Art Studentin in diesem Thema, da ich immer das Gefühl hatte, meine Zeit nicht effizient genug zu managen. Viele Jahre habe ich dabei nach dem einen Ansatz gesucht, der meinen Umgang mit meinen Zielen, meiner Zeit und meinen Bedürfnissen perfekt zusammenbringt. … Viele Experimente, Tools und Methoden später bin ich heute der festen Überzeugung, dass es nicht den einen Ansatz gibt, der alles abdeckt und für jeden passt. 

Es geht aus meiner Sicht vielmehr darum, sich sein eigenes, individuelles System zu entwickeln. Vor allem weiß ich heute, dass Produktivitäts-Methoden wirkungsvolle und wichtige Alltagshelfer sein können, doch sie sind nur bedingt wirkungsvoll ohne eine Verbindung zur höheren Ebene des individuellen Selbstmanagements.

Was meine ich damit? Während Zeitmanagement oder verschiedene andere Produktivitäts-Methoden nur die reine Tool-Ebene abbilden, also das rein Instrumentelle, beinhaltet Selbstmanagement eine individuelle menschliche Kompetenz, die darin besteht, dass man sein Leben aktiv und unabhängig von äußeren Einflüssen gestaltet. Diese Fähigkeit zur weitgehend unabhängigen Selbstregulierung wird u. a. aus meinen Bedürfnissen, Werten, Zielen und meiner Haltung (Mindset) zum Leben und zur Arbeit gespeist. Das erfordert natürlich Klarheit.

Es gibt also viele Tools – was aber machen wirklich erfolgreiche Menschen? Genau damit habe ich mich länger beschäftigt und möchte mit dir heute 4 Dinge teilen, die ich dabei mitgenommen habe. Erfolgreiche Menschen mögen durchaus auch Tools verwenden, aber vor allem haben sie ein hohes Maß an Selbstmanagement-Skills – und das ist dann mehr die Mindset-Ebene als die Tool-Ebene. 

#1: Erfolgreiche Menschen blicken offen, realistisch und optimistisch auf ihr Leben und ihren Beruf 

Du kennst bestimmt den Spruch: „Ein Pessimist sieht das Glas immer halbleer und ein Optimist immer halbvoll“. Die Aussage hier ist ja, dass unsere Sicht auf bzw. Haltung zum Leben viel Einfluss auf unsere Selbst-Wirksamkeit im Leben und Beruf hat. Also: Bin ich jemand, der beim kleinsten Problem bzw. Widerstand direkt aufgibt oder suche ich bei Problemen nach Lösungen? Ist es mein Ziel, diese Herausforderungen, auch wenn sie weh tun, als Lernoption zu begreifen und mich durch sie nicht einfach stoppen oder entmutigen zu lassen?  Falls dies auf dich zutrifft, dann besitzt du sehr wahrscheinlich ein so genanntes „Growth Mindset“, also ein Wachstumsdenken. Das Growth Mindset impliziert, dass du als Persönlichkeit offen für Neues bist, gerne lernst und Niederlagen als Experimente ansiehst. (Zum Thema Growth Mindset habe ich auch eine Podcast-Folge gemacht (#22), falls du Näheres zum Thema erfahren möchtest.) Genau diese Eigenschaften zeigen auch viele erfolgreiche Selfmade-Unternehmer, denn um ein erfolgreiches Business aufzubauen, muss man lernen, mit dem Nichtplanbaren zu leben, gegebenenfalls mit seiner ersten Idee zu scheitern und wieder aufzustehen. Dafür Voraussetzung sind der Glaube an sich und an seine Idee, Neugier und Lernbereitschaft, Risikofreude, viel Disziplin und harte Arbeit. 

Rainer Zitelmann, ein Reichtumsforscher, hat 2019 eine Studie zur „Psychologie der Superreichen“ veröffentlicht, in welcher er 45 Selfmade-Unternehmer interviewte und sie einen Persönlichkeitstest machen ließ. Eine herausragende Eigenschaft bei allen „Superreichen“ war ihr realistischer Optimismus.

Was mich angeht, so habe ich nach zwei Gründungen, vielen Niederlagen, Neustarts und Herausforderungen in meinem Leben für mich Folgendes mitgenommen: Erkenne, analysiere und akzeptiere die Fakten, lerne daraus und konzentriere dich auf die machbaren Chancen. Das verstehe ich unter realistischem Optimismus.

Ich stelle mir bei einem Problem immer folgende Fragen:

  1. Wie kann ich das Problem lösen? Welche Infos fehlen mir noch?
  2. Wie kann ich die Situation verändern oder beeinflussen?
  3. Was kann ich Gutes aus der Herausforderung lernen? … Denn ich denke immer, dass eine vermeintliche Niederlage eine Botschaft für mich hat. 

#2: Erfolgreiche Menschen haben eine Morgen– und eine Abendroutine 

Ja, ich weiß, dieses Thema ist aktuell ein Hype und wird auf vielen Kanälen gespielt. Es gibt viele Empfehlungen, seinen Morgen zu starten, z. B. 

  • Meditiere mindestens eine Stunde nach dem Aufstehen
  • Mache Yoga oder irgendeine Form von Fitness
  • Schreibe in deinem Journal, was dich bewegt
  • Mach‘ eine Dankbarkeits-Praxis
  • Lies etwas 
  • Trinke Zitronenwasser und einen grünen Smoothie etc.

Ganz ehrlich, ich habe selbst viel mit dem Thema „Morgenroutine“ experimentiert, da ich es „richtig“ machen wollte. Ich glaube, ehrlich gesagt, dass es nicht darum geht, sich einen fixen Morgenablauf aufzubauen, der jeden Tag 1:1 durchgezogen werden muss. Denn so erzeugst du nur Stress und eine übertriebene Form der Selbstoptimierung, auf welche du vermutlich nach einigen Wochen keine Lust mehr hast, weil die nachhaltige Überzeugung dabei fehlt. Vielmehr empfehle ich dir, die Zeit am Morgen zu nutzen, um etwas zu machen, das dir wirklich Energie gibt und dich in Ruhe und mit Fokus den Tag beginnen lässt. Was das ist, ist völlig egal und absolut individuell. Frag‘ dich einfach, was du brauchst, um mit dem richtigen Mindset, Fokus und der richtigen Energie in den Tag zu starten. 

Auch erfolgreiche Menschen nutzen ihren Morgen sehr unterschiedlich – doch keiner startet, indem er am Morgen im Bett als erstes auf das Handy schaut, E-Mails beantwortet und gestresst sowie ohne Frühstück den Tag beginnt. 

Falls du Impulse zu diesem Thema brauchst, empfehle ich dir meine Podcast-Folge #12 mit dem Titel „Wie du mehr Energie und Fokus in deine Träume und Ziele bekommst“, die sich dem Thema Morgenroutine sehr ausführlich widmet.

Ein wichtiges Learning möchte ich dir aber mitgeben: Die Vorbereitung einer Morgenroutine benötigt eine Abendroutine, um den Morgen mit Fokus und in Ruhe starten zu können. Ich schließe z. B. meinen Tag immer mit einem kurzen Review des Tages ab und mache mir meine To-Do-Liste für den nächsten Tag. Meinen Abend starte ich auch mit einer Art Entschleunigungsphase, d. h. ich falle nicht wie früher direkt vom Schreibtisch ins Bett oder arbeite im Bett weiter (z. B. durch das Beantworten von Mails). Ich hatte nämlich irgendwann gemerkt, dass ich meine Müdigkeit nicht mehr wahrgenommen hatte, so den Absprung nicht schaffte, dadurch zu wenig schlief und einen schlechten Start in den folgenden Morgen hatte. Heute lege ich mich eine Stunde, bevor ich das Licht ausmache, bereits ins Bett und lese. So nehme ich auch meine Müdigkeit wieder wahr und schlafe genug. 

#3 Erfolgreiche Menschen haben eine Vision und Ziele

Es ist immer wieder in Coachings festzustellen, dass viele Menschen keine wirklichen Ziele bzw. eine Vision für ihr Leben haben, sich aber auf der anderen Seite ein selbstbestimmteres Leben wünschen. Der Wunsch bleibt leider bei vielen ein Traum, da kein Fokus auf das Definieren von Zielen und Erreichen derselben gesetzt wird. Oder es gibt Ziele, aber dann fehlt es vielen Menschen an einer Umsetzungsstrategie. Eine Vision und deren Ziele können am besten durch kleine, gut definierte Etappenziele erreicht werden. Diese Etappenziele helfen, Fokus und Beständigkeit in die eigenen Handlungen zu bringen. Genau das macht erfolgreiche Menschen erfolgreich: Sie setzen sich große, aber klar formulierte Träume und Visionen in Gestalt von Zielen, arbeiten kontinuierlich an der Erreichung ihrer „Zwischen-Ziele“ und haben irgendwann den Traum bzw. ihre Vision realisiert. Es sind also die Erlaubnis zu träumen, Klarheit, Fokus und Beständigkeit, die es auch dir möglich machen können!

#4 Erfolgreiche Menschen machen (digitale) Pausen

Unser Gehirn braucht Pausen, um alle Informationen, Impulse, Emotionen und Eindrücke zu verarbeiten. In Pausen verstaut unser Gehirn Wichtiges und entrümpelt Unnützes. Erst dann sind wir der Lage, wieder Neues aufzunehmen und zu lernen. Der ständige Blick auf das Handy bedeutet dabei für unser Gehirn ein Multitasking, also eine dauerhafte Unterbrechung, Defokussierung und damit ständige Alarmbereitschaft. Ergebnis ist: Wir werden unaufmerksam, fühlen uns gestresst, werden fahrig und sind schneller genervt und unzufrieden. Um Zufriedenheit im Leben bzw. bei der Arbeit zu finden, brauchen wir laut Glücksforschung u. a. folgende Voraussetzungen: Ruhe, ausreichend Schlaf, gesundes Essen und Pausen. Das sind fast alles Dinge, die wir in der heutigen Zeit verlernt haben. Ich nehme nur einmal das Beispiel der Mittagspause im Arbeitsumfeld: Wir machen häufig zu kurz Mittagspause und reden mit den Kollegen dann oft zu viel über die Arbeit. Das ist keine Pause, um sich zu regenerieren. Alternativ essen wir alleine, schlimmstenfalls sogar am Arbeitsplatz vor dem Computer, oder überbrücken die freie Zeit mit der parallelen Nutzung des Handys – also wieder Stress für das Gehirn.

Was machen erfolgreiche Menschen anders? Nun, sie machen Pausen, denn ihnen ist bewusst, dass ihre täglich begrenzten Energiereserven möglichst effizient genutzt werden müssen. Kreativität funktioniert nicht unter Druck, und das Gehirn braucht für die großen Vorhaben eine Pause. Der Mythos des Unternehmers, der nur 4 Stunden schläft und ohne Pause durcharbeitet, kam sehr stark aus der Startup-Szene und gilt heute als total überholt – und ungesund. Die Strategien der erfolgreichen Menschen beim Pause-Machen sind dabei unterschiedlich, z. B. spielt Bill Gates gerne Karten oder Warren Buffet versteigert seine Mittagspausen an Fremde (der Erlös kommt seiner Stiftung zugute). Erfolgreiche Unternehmer nutzen also Pausen dafür, um Dinge zu machen, die nichts mit der Arbeit zu tun haben, um ihren Gehirnen eine Pause zu gönnen.

Für mich war es die größte Herausforderung, nach Jahren im Großkonzern einfach mal nichts zu machen. Ich war es dermaßen gewohnt, immer nur zu leisten und abzuliefern, dass ich fast ein schlechtes Gewissen bekam, die Mittagspause nur zur Erholung und nicht für die Arbeit zu nutzen oder Aufgaben auf den nächsten Tag zu verschieben, statt sie nach 10 Stunden doch noch am gleichen Tag zu erledigen. Das habe ich versucht abzulegen, und es war nicht einfach für mich. Heute merke ich, dass ich mehr fühle und wahrnehme, achtsamer und konzentrierter bin. Erstaunlicherweise habe ich meine besten Ideen in den arbeitsfreien Phasen. What a surprise! Das Gehirn scheint in Ruhephasen wirklich nachzuarbeiten und Informationen neu zu verschalten.

Ich hoffe, dass dir die 4 Dinge, die erfolgreiche Menschen täglich machen, Inspiration für deinen eigenen Tagesablauf gegeben haben – die Kernbotschaften sind:

  • #1: Erfolgreiche Menschen blicken offen, realistisch und optimistisch auf ihr Leben und ihren Beruf 
  • #2: Erfolgreiche Menschen haben eine Morgen- und eine Abendroutine 
  • #3 Erfolgreiche Menschen haben eine Vision und Ziele
  • #4 Erfolgreiche Menschen machen (digitale) Pausen

Wichtig ist, dass du dein eigenes System entwickelst und einfach erst einmal verschiedene Dinge ausprobierst. Verabschiede dich vom perfekten Ansatz, wie er oft suggeriert wird, und setze dich nicht unter Druck. 

Das geht am besten und nicht zuletzt mit ein bisschen Spaß – sieh es spielerisch!

… Und falls du dich gerade fragst, wie du für dein Leben und deine Karriere Erfolg definieren und umsetzen kannst: Ich unterstütze dich gerne mit meinen Coaching- und Beratungsangeboten. Schau‘ einfach für mehr Informationen auf meiner Website svenjagossing.com vorbei, dort kannst du auch meinen wöchentlichen Newsletter abonnieren oder schreibe mir an svenja@svenjagossing.com

Viel Spaß und herzliche Grüße

Svenja


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